Motivationsschub

Wenige Wochen nach Veröffentlichung meines Debütromans "Sommernächte" bin ich von meinem Vertriebspartner neobooks zum Monatsfavoriten ausgewählt worden. Zwar habe mich wahnsinnig darüber gefreut, aber ich hatte überhaupt keine Idee davon, was das bedeutet. Die ersten Juli-Tage habe ich ab und zu etwas gepostet. Was den erhofften Absatzschub anging, blieb dieser natürlich aus.

Interessant wurde es mit den ersten Rezensionen auf readfy und den Ergebnissen der Leserunde auf Lovelybooks. Readfy hat mich völlig von den Socken gehauen. Mir war gar nicht bewusst, wie stark sich das Thema "Ausleihe" innerhalb der Absätze bemerkbar machen kann. Schließlich war dies der größte Posten auf meiner ersten Abrechnung. Auch die Zielgruppe und somit die Bewertungen deckten sich mit den bisherigen Äußerungen zu meinem Buch. Weniger erbauend war das Ergebnis der Leserunde auf Lovelybooks. Mir ist es bis heute ein Rätsel, wie man sich auf ein erotischen Liebesroman bewerben kann, um sich dann über die vielen einschlägigen Szenen zu echauffieren. Das Ergebnis war ein einziger niederschmetternder Stern. Zudem habe ich nur sechs von zehn Rezensionen und zu einem weiteren einsamen Stern noch nicht einmal eine Rückmeldung erhalten.

Fazit für mich: Lovelybooks ist mit Vorsicht zu genießen und die kritischen Stimmen in der Facebook-Community kann ich leider zu 100% bestätigen. Immerhin tauchte mein Buch dann in den Empfehlungen auf. Ein kleines Trostpflaster für die trauernde Autorenseele.

Außerdem hat lesen.net "Sommernächte" in die Newsletter aufgenommen. Diese Empfehlung schlug sich zeitgleich mit der Preisaktion in der dritten Juli-Woche enorm im Absatz nieder. Dieser schnellte in der Angebotswoche derart in die Höhe, dass ich Schnappatmung bekam. Jeden Abend 18.10 Uhr, wenn neobooks die Statistik aktualisierte, fieberte ich den neuen Zahlen entgegen. Naja, das ist auch heute noch so …

Neben den vielen Abverkäufen, habe ich mich über die vielen wundervollen Rückmeldungen und Rezensionen gefreut. Mitunter sind mir hin und wieder vor Rührung die Tränen gekommen, weil ich es zwar gehofft, doch nicht erwartet hatte, dass mein Vorhaben tatsächlich auf Gegenliebe stößt. Es stimmt schon, das Künstler häufig von Selbstzweifel geplagt sind – mich eingeschlossen.